Braunes Buch

Buntstift mit Uhu auf Kontorpapier, 300 x 415 mm

Das „Braune Buch“ nimmt eine Sonderstellung in Marco Spitzars Schaffen ein: Vergilbt in seiner Farbe, vermittelt es einen Hauch von Vergangenheit, öffnet das Tor in eine Zeit, in die Spitzar nicht hineingeboren ist. Mit dem „Braunen Buch“ geht Spitzar weg von einer plakativen Kritik am Nationalsozialismus hin zum subtilen Denkanstoß und zur persönlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema. Aus scheinbar harmlosen Anzugträgern, die er als Einzelfiguren, als Zwillinge oder als Quadrichon gruppiert, werden Apparate der Macht, die sich der Ideologie der 40er Jahre nicht entziehen können.